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"Was damals Recht war ..."

Wanderausstellung über Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht
Frankfurt:
Die Wanderausstellung „Was damals Recht war … Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht" ist von Dienstag, 3. Mai, bis Montag, 13. Juni, im Institut für Stadtgeschichte zu sehen.

Seit 2007 dokumentiert sie, wie Unrecht und Willkür den Alltag der Kriegsgerichte kennzeichneten und tausende Männer und Frauen, Soldaten, aber auch Zivilisten, als "Deserteure" oder so genannte "Wehrkraftzersetzer" und "Volksschädlinge" verurteilt und ihres Lebens beraubt wurden. Bis heute gelten die Verurteilten bei vielen Deutschen noch als "Verräter" oder "Feiglinge". Diese Sicht verstellt den Blick auf den Unrechtscharakter der deutschen Militärjustiz.

In der Haftanstalt im Frankfurter Stadtteil Preungesheim oder auf dem Schießplatz im heute idyllischen Bad Vilbeler Stadtwald wurden bis kurz vor Kriegsende junge Männer hingerichtet, die wegen "unerlaubten Entfernens von der Truppe", "Fahnenflucht" oder "Feigheit vor dem Feind" von Wehrmachtsgerichten zum Tode verurteilt worden waren. Wie viele es in Frankfurt oder Bad Vilbel waren, ist nicht bekannt. Erschreckend hoch ist die Zahl - 50.000 - der Todesurteile der Wehrmachtsjustiz. Davon wurden 30.000 vollstreckt. Mehr als 60 Jahre mussten die Opfer auf ihre Rehabilitierung warten. Denn erst zwischen 1998 und 2009 hob der Deutsche Bundestag die meisten dieser Urteile auf.

Die Wanderausstellung „Was damals Recht war …" wurde von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas unter anderem in Kooperation mit der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz, der Bundeszentrale für Politische Bildung und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erarbeitet. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien förderte sie.

03.05.2011

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