Mit Laute und Feuerspiel begeistern sie das Publikum
Burg-Gräfenrode: Oktober, dies war in den vergangenen Jahren der Monat des traditionellen Roggauer Lieselfestes. In diesem Jahr jedoch entschied sich der Heimat- und Kulturverein bewusst für eine kleinere Veranstaltung - einzig Minnegesang und Feuerspiel erwartete das Publikum am vergangenen Wochenende. Vermisst haben die Roggauer dabei jedoch nichts!
Charmant lächelt er das Publikum an, ein kurzes Zwinkern huscht über sein Gesicht. Flink zupfen seine Finger über die Saiten seiner Laute, die Stimme hüpft - so viel Freude hat der Barde Michael daran, das Publikum mit seinen mittelalterlichen Liedern auf eine Zeitreise mitzunehmen. „Der Barde versteht es einfach, sein Publikum zu bespaßen", lobt Besucherin Andrea Kötter nach der Veranstaltung.
Noch schöner wäre es sicher gewesen, wenn der Heimat- und Kulturverein (HeKu) Burg-Gräfenrode seinen ersten historischen Liederabend hätte vor der Kulisse der Oberburg veranstalten können. Doch Wind und Regen zwangen den Vorstand gemeinsam mit den rund 50 Besuchern, allesamt dick eingepackt in wetterfeste Klamotten, in den Hof des Dorftreffs Alte Schule. Der Veranstaltung habe dies jedoch nichts von ihrem Charme genommen, ist sich Vorstandsmitglied Heinfried Auerswald sicher. „Für gute Stimmung war gesorgt!"
Nachdem Minnesänger Michael Hoffkamp mit allerlei frechen, lustigen, vergnügsamen Liedern begeisterte, „fing" das Publikum spätestens beim Auftritt der Burning Dragons sprichwörtlich Feuer und Flamme für den HeKu-Liederabend. Denn ebenso, wie sich noch heute jeder mit den mittelalterlichen Texten rund um Liebe, Eifersucht und die alltäglichen Freuden und Laster des Lebens identifizieren kann, so ist auch die Begeisterung für das wärmende Feuer eine Grundeigenschaft des Menschen.
Und wie mit diesen Flammen umzugehen ist, das wissen Nicola und Torsten Kerber alias „The Burning Dragons" nur allzu gut. Das Ehepaar aus Kaichen jonglierte, spielte, ließ die Fackeln nur so tanzen, so dass es nicht nur den Jüngeren die Sprache verschlug.
„Alles in allem einfach eine super gelungene Veranstaltung", so Kötter. Dies findet auch der HeKu-Vorstand. Und überlegt bereits, wie man die Burgweihnacht der vergangenen Jahre mit solch einem historischen Konzert verknüpfen könnte. Dies steht dann jedoch auf der Agenda für das kommende Vereinsjahr; in diesem Jahr wird der Verein die Stille Burgweihnacht aus personellen Gründen nicht veranstalten können.
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| Heimat- und Kulturverein |
12.10.2011
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