Skulpturen von Jaume Plensa
Bad Homburg: Vom 23. Mai bis 19. Juli 2010 zeigt die Galerie Scheffel neueste Arbeiten des spanischen Künstlers Jaume Plensa. Die Ausstellung mit dem Titel „Around Shadows" umfasst plastische Werke ebenso wie großformatige Studien in Mischtechnik und bietet einen aufschlussreichen Einblick in das gegenwärtige Schaffen des international anerkannten Bildhauers.
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Die poetische Verdichtung des Raums |
Die Bildwerke des 1955 in Barcelona geborenen Jaume Plensa sind in erster Linie Form gewordene Ideen. Sie sind poetische Verdichtung und gedankliche Durchdringung des Raums. In seiner Arbeit geht es dem Künstler vornehmlich um „die Wechselwirkung von Geist und Stoff, nicht um bloße Form". Daher setzt er auch Klang und Licht, Schriftzeichen und Text als bildhauerische Materialien in seinem äußerst vielseitigen Werk ein - genauso wie etwa Eisen, Bronze, Alabaster, Glas oder Harz.
Jaume Plensa ist seit den frühen 1980er Jahren durch seine Skulpturen und Installationen in Museums- und Galerieausstellungen bekannt. Darüber hinaus erreicht er ein sehr breites Publikum durch seine weltweit mehr als 40 dauerhaft installierten Werke im öffentlichen Raum. So wirkt in Chicago der im Millennium Park errichtete „Crown Fountain" als wahrer Publikumsmagnet. In London ist die auf dem BBC-Gebäude errichtete poetische Lichtinstallation mit dem Titel „Breathing" durch den in regelmäßigen Abständen erscheinenden, zum Himmel gerichteten Lichtstrahl weithin sichtbar. In Deutschland war zuletzt Jaume Plensas fünf Meter hohe, aus zahllosen Buchstaben und Hieroglyphen zusammengesetzte Figur „Nosotros" (2009) in der Skulpturenausstellung „Blickachsen 7" im Bad Homburger Kurpark zu sehen. Dieser begehbare und blickdurchsichtige ‚Schriftkörper' aus weiß lackiertem Edelstahl vermittelt trotz seiner Größe den Eindruck von Leichtigkeit und lädt zur Kontemplation ein.
Hier schließt die Ausstellung „Around Shadows" an. Sie widmet sich dem von Jaume Plensa in jüngster Zeit auf beeindruckend vielfältige Weise variierten Thema des ‚Schriftkörpers'. Gezeigt werden in dieser dritten Einzelausstellung des Künstlers in der Galerie Scheffel verschiedene Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien: fragmentierte Torsi, sitzende Figuren oder Kniende, deren ‚Buchstabenhaut' sich wie fließender Stoff auf dem Boden ausgebreitet fortzusetzen scheint. Dabei ist die Ausdruckskraft der kleinsten Arbeiten und der Werkgruppe der gerahmten Mischtechniken ebenso bemerkenswert wie die der überlebensgroßen Figuren.
Im Beisein des Künstlers wird die Ausstellung am Sonntag, dem 23. Mai 2010, um 11:30 Uhr eröffnet. Dr. Peter Joch, Direktor der Kunsthalle Darmstadt, wird über die ausgestellten Werke sprechen.
| Link |
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| Galerie Scheffel |
18.05.2010
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