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Besucherzahlen im Senckenberg Naturmuseum weiter auf hohem Niveau

Frankfurt: Rund 517.000 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet besuchten im Jahr 2010 das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main. Zu den Highlights gehörten die GigaSaurier-Ausstellung und die Safari zum Urmenschen sowie die kleine Sonderschau, die während der letzten drei Monate den Blick auf die „Schönheit im Verborgenen" der Natur lenkte.

„Das erfreulich hohe Niveau, das wir bei unseren Besucherzahlen verzeichnen können, belegt die ungebrochene naturkundliche Neugier einer breiten Öffentlichkeit und auch das insgesamt wachsende Interesse an Naturthemen", kommentiert Professor Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger das positive Ergebnis und erklärt: „Die Menschen wollen unterhalten sein und begeistert werden, angesichts der globalen Veränderungen auf der Erde aber ebenfalls  Zusammenhänge verstehen. Die positive Resonanz auch in unseren Häusern in Dresden und Görlitz zeigt, dass die Sonderausstellungen bei vielen ein weitergehendes Interesse auslösen."

Seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren forciert der Senckenberg-Generaldirektor nicht nur die Forschung, sondern setzt sich gemeinsam mit dem Präsidium der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung auch für die allgemein verständliche Vermittlung komplexer naturwissenschaftlicher Prozesse und Zusammenhänge ein. Dabei sollen aktuelle Erkenntnisse spannend, zeitnah und mit einem nachvollziehbaren Bezug zur Gegenwart präsentiert werden.

Zu einer Entdeckungsreise durch die Erdgeschichte luden im vergangenen Jahr die vom Leiter der Museumsabteilung Dr. Bernd Herkner und seinem Team realisierte Eigenproduktion „Safari zum Urmenschen" sowie die in enger Kooperation mit argentinischen Forschungsmuseen erstellte Sonderausstellung „GigaSaurier - Die Riesen Argentiniens" ein. Die speziell ausgerichteten Begleitprogramme gaben dabei einen populärwissenschaftlichen Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse.

So wurden 2010 nicht nur Stationen der Entwicklung des Menschen vorgestellt, sondern mit den beeindruckenden, bisher jedoch wenig bekannten Dinos der Südhalbkugel auch ein bedeutender Abschnitt der Erdgeschichte präsentiert. Als weiteres Highlight betrachteten viele Besucher die „Schönheit im Verborgenen".

Im Großformat und hochaufgelöst rückte die kleine Sonderschau überraschende und für das bloße Auge nicht erkennbare Details sonst eigentlich bekannter Organismen in den Blick. Informative Vortragsreihen, Podiumsdiskussionen und unterhaltsame Aktionen für die ganze Familie rundeten das Senckenberg-Programm ab.

Einen beachtlichen Anteil an der erfreulichen Besucherresonanz hatte auch die Museumspädagogik: Im Durchschnitt nutzen 173 kleine und große Besucher pro Tag und in der Summe mehr als 62.000 Personen die auf verschiedene Interessen und Altersgruppen ausgerichteten Führungen und Sonderaktionen.

Spezielle Angebote wie das „NaturCollege" und „Science after Work", die Berufstätigen am Abend bzw. Oberstufenschülern an Wochenenden einen tieferen Einblick in ausgewählte Themen geben und die Chance bieten, unter fachkundiger Anleitung auch selbst zu experimentieren, konnten im zurückliegenden Jahr  besonders punkten.

„Der positive Trend der letzten Jahre und die 278 neuen Mitglieder und Freunde, die 2010 der Gesellschaft beigetreten sind, zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagt  Senckenberg-Präsident Dietmar Schmid und freut sich, dass die Mitgliederzahl damit auf 4.800 gestiegen ist.

„Der Name Senckenberg steht seit mehr als 190  Jahren für Naturforschung, die wir am Standort Frankfurt und nun auch in Görlitz und Dresden einem breiten Publikum präsentieren. Auch dort hat sich gezeigt, dass eine zeitgemäße Vermittlung von Themen, die uns alle betreffen, auf breites Interesse stößt.

In Dresden hatten wir 44.000 Besucher und auch in dem 55.000 Einwohner zählenden Görlitz haben 30.000 Menschen das Angebot angenommen", resümiert Schmid und fügt hinzu: „Am Senckenberg-Standort Dresden begeistert seit 05. November die gemeinsam mit dem Naturmuseum in Basel entwickelte Tiefsee-Ausstellung. Umgekehrt präsentieren wir aus dem Görlitzer Haus die Fotoausstellung "Leben unter Wasser" als Auftakt für das diesjährige Programm in Frankfurt."

Neben Podiumsdiskussionen, einer Vortragsreihe zur Bedeutung des Wassers und zahlreichen weiteren Angeboten soll die Ausstellung „Tierisch viel Arbeit" als Highlight 2011 einen Bogen zwischen biologischer und kultureller Evolution und damit zwischen Natur und Kultur spannen: In Kooperation mit dem Historischen Museum Frankfurt wird Senckenberg in der Wolfgang-Steubing-Halle eine Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden zeigen.

Das Initiativprojekt im Programm der Kulturstiftung des Bundes beleuchtet die kulturellen Folgen des Wandels der Arbeitswelt, Bedeutung und Zweck von Arbeit und Optionen für die Arbeitswelt von morgen. Der für Bockenheim geplante Kulturcampus wird mit dieser Ausstellung bereits jetzt zum Leben erweckt. Also: Quo vadis, Homo sapiens? - Im Grunde hat die Zukunft längst begonnen.



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Senckenberg Naturmuseum


11.02.2011

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