Karben: Großes hatte Guido Rahn, der damalige Bürgermeisterkandidat der Koalition für Pet-terweil vor. Eine Mehrzweckhalle für Sport, Politik und Gesellschaft sollte her. Eine Halle auf der grünen Wiese mit der sich so vieles auf einmal lösen lassen sollte:
Die alten sanierungsbedürftigen Gebäude im Ort sollten abgerissen und zu Bauland verarbeitet werden. So sollten die Einnahmen steigen, der Lärmschutz vorangetrieben, die Parkplatzmisere gelöst und ach ja: Die Sanierungen erledigt werden.
Heute: Die Wahl ist längst gelaufen - der heutige Bürgermeister Guido Rahn hat seine Stimmen auch aus Petterweil bekommen - da sieht die Sache schon ganz anders aus: „Sorry, das ist uns zu teuer" heißt es da lapidar aus dem Rathaus und Herr Rahn versäumt es nicht, sich auch noch in dieser Situation als „weiser Sparkommissar" hinzustellen. Jedenfalls wird er nicht müde zu betonen, dass man die „überraschend" hohen Kosten der Stadt doch nicht zumuten wolle.
Moment mal: War da nicht etwas? Wurde der damalige Stadtrat Dr. Gerd Rippen (Bündnis90/DieGrünen) nicht von Seiten der Koalition laut verlacht, als er seinerzeit eine Kostenschätzung von 5 Millionen oder mehr in den Raum stellte?
Man habe sich geirrt, gibt der neue Mann im Rathaus vor - beliefen sich seine Schätzungen für den Neubau doch ursprünglich auf unter 3 Millionen Euro.
Nun aber ist es amtlich. Im zuständigen Ausschuss präsentiert der Bürgermeister die offiziellen Zahlen der von fachlicher Seite erstellten Pläne. 5 Millionen Euro stellt das absolut günstigste Ergebnis dar. Mit gewünschter unterirdischer Kegelbahn, würde der städtische Investitionshaushalt sogar mit 5,2 Millionen Euro belastet werden.
Schon ein erheblicher Irrtum meinen die Grünen und sind sich dabei nicht sicher, ob der Begriff hier richtig gewählt ist.
Aber so ist das eben manchmal in der Politik: Es gibt Menschen die planen, während andere schon wissen, dass das so nicht realisiert werden kann. Stört ja im Grunde auch keinen. Es ist ja zumindest gut, dass dieses Wahlkampf - Luftschlösschen des neuen Bürgermeisters den Steuern- und Gebührenzahlern Karbens erspart geblieben ist, sind sich die Grünen einig.
Stört wirklich keinen? Ach ja, es stört natürlich all diejenigen, die die Wahl hatten. Die Wähler nämlich, die bekommen ihre Stimmen leider nicht zurück. Auch wenn sie das gerne hätten und sich sicherlich denken: „Sorry Herr Rahn, aber das war uns zu billig!"
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| Bündnis 90 / Die Grünen / Ortsverband Karben |
28.07.2010
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