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Ein Gewinn für die Region für Jung und Alt

Siedelsbrunn: Am Samstag lud das Buddhistische Kloster „Buddhas Weg" zum Klosterfest ein. Rund 600 Menschen genossen das erste richtige Sommerwochenende des Jahres und die Überraschungen, die ein Buddhistisches Kloster, Seminarhaus und Gesundheitszentrum zu bieten hat - und das war nicht wenig - von asiatischer Kampfkunst bis zur Klangmassage, Vorträgen zu Ernährung und Buddhismus und einem Gongkonzert - ein Erlebnis für die ganze Familie.



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Kalligrafie

Bevor er das Klosterfest mit einer kleinen Rede eröffnet, bedankt sich der Abt des Klosters, Zen-Meister Thich Thien Son, bei allen, die dazu beitragen, dass dieses Fest möglich ist. „Ein Buddhistisches Kloster im Odenwald ist ungewöhnlich", sagt er. Um so mehr freut ihn, dass so viele Menschen gekommen sind und mit ihrer Neugier und ihrem Interesse die Atmosphäre des Festes prägen. „Wir sind hier her gekommen und erfahren von jeder Seite Unterstützung und Interesse und wir möchten deshalb von ganzem Herzen unsere Dankbarkeit ausdrücken, über die Unterstützung des Bürgermeisters und der Gemeinde, der Institutionen der Region und der Bevölkerung, die uns so herzlich aufgenommen haben und uns in jeder Hinsicht unterstützen.

Wir sind sehr glücklich über die Offenheit auf die wir stoßen und wünschen uns sehr, dass wir ebenfalls zur Bereicherung dieser Region beitragen können." Sein Dank gelte natürlich ganz besonders auch der vietnamesischen Gemeinde und seinen Zen-Schülern/innen, die die das Projekt „Buddhas Weg" durch ihre Unterstützung erst möglich gemacht haben und zum Anlass des Festes sogar mit dem Bus aus Höxter im Weser Bergland, aus Stuttgart und noch von weiter her angereist sind. Ein Vorhaben wie die Vision von „Buddhas Weg" kann nur durch die Unterstützung und Vision vieler Helferinnen und Helfer möglich sein und gelingen, betont der Abt, der mit Thay angesprochen wird und 1967 in Vietnam geboren wurde.

Schon mit acht Jahren wurde er zum Mönch ordiniert und ausgebildet. Vor 10 Jahren kam er nach Frankfurt, mit nichts als zwei Koffern und dem Auftrag in Frankfurt eine vietnamesische Gemeinde aufzubauen. Er startete in einer Wohnung und in der Eröffnungsrede zum Klosterfest beschrieb er, wie sie in Frankfurt langsam Pagode aufgebaut haben, die jedoch sehr schnell von einer kleinen Wohnung zum Zentrum anwuchs. „Ich begann mit Meditationskursen, doch dann kamen immer mehr Menschen, die sehr krank waren und Hilfe suchten und so begannen wir zu massieren und zu akupunktieren.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten wuchs stetig und wir haben schon bald festgestellt, dass wir nicht so helfen können, wie wir es uns wünschen. Und so ist in mir der Wunsch entstanden einen Platz zu haben, um auch Menschen von weit her die Möglichkeit einer Unterkunft und Behandlung zu geben, oder auch längere Therapien anwenden zu können. Unsere Pagode in Frankfurt ist dafür zu klein." Sie suchten lange nach einem geeigneten Ort und plötzlich begegnete ihnen die ehemalige Fachklinik im Odenwald.

Das war genau das was wir suchten, doch sie war mit 9 Mio. Euro im Internet ausgeschrieben und das war natürlich unerschwinglich für uns. Trotzdem bekundete Thich Thien Son sein Interesse und wartete. Und scheinbar stand seine Vision unter einem guten Stern: Er wartete so lange, bis das ganze Objekt nur noch 1,7 Mio. Euro kostete und mit Unterstützung der vietnamesischen Gemeinde und zahlreichen Zen-Schülern konnten sie eine Summe von 800.000 Euro aufbringen und für den Rest wurde ein Kredit aufgenommen.

"1,7 gibt in der Quersumme Acht und die Acht ist für uns eine besondere Zahl", sagt er schmunzelnd. „Unser Wunsch ist es immer, den Bedürfnissen der Menschen zu dienen, so dass sie sich entwickeln können. Und diesen Wunsch haben wir immer im Auge behalten und bisher hat sich daraus auch immer alles entwickelt." Jetzt ist das Gesundheitszentrum da, jedoch bisher nur halb im Betrieb, da noch viel Renovierungs- und Sanierungsarbeiten anstehen, doch wir hoffen, mit dem Klosterfest zeigen zu können, welches Potential an Möglichkeiten in diesem Ort stecken und wir wünschen uns ,dass es für die Menschen in der Region und auch von anders her, eine Bereicherung und ein Ort der Entwicklung sein kann.



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Buddhas Weg


07.06.2010

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