Bad Vilbel: Die letzten 2 Ferienwochen verbrachten 15 Pfadfinder/innen vom Pfadfinderstamm Graue Biber im schönen grünen Irland. Aufgeteilt in drei Fahrtengruppen a fünf Personen startete jede Gruppe ihr eigenes Fahrtenabenteuer. Mit Zelt, Schlafsack, Kocher und alles was man sonst zum Wandern und Zelten braucht ging es los. Zwei Gruppen verschlug es an den im südwestlich gelegenen Kerry Way. In Killarney ging es los, die Gruppen wollten den ca. 225 Km langen Wanderweg in knapp 10 Tagen zum größten Teil bezwingen.
Die Gruppen trennten sich und liefen sich auf dem Kerry Way, der kreisförmig angelegt ist, entgegen. Unsere Fahrtengruppe war vom Alter her bunt gemischt. Der jüngste, unser Paul, wurde auf der Fahrt 13 Jahre alt. Für ihn war es seine erste Großfahrt und er wollte viel lernen. Die ersten beiden Tage schaute er beim Karten und Kompass lesen zu und ab dem dritten Tag führte er uns. Die Karte einordnen war jetzt kein Problem mehr und der Rest lief dann von ganz alleine. Ich, als 27 Jährige „Pfadfinderoma", konnte mich auf unseren Jüngsten verlassen. Abends bauten wir gemeinschaftlich unsere Kothe (Pfadfinderzelt) zwischen Dünen, auf Kuhweiden, oder bei lieben Menschen im Garten auf. Wir kochten unser Abendessen auf einem Benzinkocher und spielten ein paar Pfadfinderspiele oder sangen Lieder.
Natürlich funktioniert nicht immer alles reibungslos, wie beispielsweise der Kaiserschmarrn den wir uns gerne auf unserem Benzinkocher gebacken hätten. Funktioniert nicht, haben wir festgestellt! Was soll's - sind wir eben los und haben tatsächlich einen Mann gefunden, der uns unseren Kaiserschmarrn in seiner Küche gebacken hat.
Wir stellten schnell fest, dass die Menschen in Irland fast alle nett und offenherzig uns gegenüber waren. Jede Fahrtengruppe hatte zwei Gastgeschenke in Form von unseren bündischen Halstüchern mit. Diese überreichten wir zwei ganz liebenswerten Familien, deren Kinder sich unglaublich freuten. Die eine der beiden Familien sammelte uns, nach knapp 23 Km Fußmarsch, klatschnass am Wegrand auf und versorgte uns im Dorfgemeinschaftshaus mit heißer Schokolade, Keksen, einer Heizung und Vielem mehr.
Natürlich durfte auch ein bisschen irische Kultur nicht fehlen und so fuhren wir mit unserer Fahrtengruppe zum Puck Fair Festival. Es ist das älteste und bekannteste irische Festival, bei dem ein Ziegenbock zum König von Irland gekrönt wird. Wir schauten uns verschiedene irische Straßenmusiker, Entertainer und natürlich die Krönung an. Das war für unsere Gruppe ein schöner Abschluss der Fahrt. Wir trafen uns die letzten zwei Tage mit den anderen beiden Gruppen, um diese Tage auf einem Pfadfinderzeltplatz in der Nähe von Dublin gemeinsam zu verbringen.
Unseren 1. gemeinsamen Abend verbrachten wir mit einer Pfadfinderzeremonie, dem Versprechen. Hierbei legen die Pfadfinder, die das erste Mal mit uns auf Großfahrt waren ihr Versprechen ab, das sie bereit sind, mit uns nach den Pfadfinderregeln zu leben. Unsere im BdP (Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder) gültigen Regeln sind:
• Ich will hilfsbereit und rücksichtsvoll sein.
• Ich will den anderen achten.
• Ich will zur Freundschaft aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder beitragen.
• Ich will aufrichtig und zuverlässig sein.
• Ich will kritisch sein und Verantwortung übernehmen.
• Ich will Schwierigkeiten nicht ausweichen.
• Ich will die Natur kennen lernen und helfen, sie zu erhalten.
• Ich will mich beherrschen.
• Ich will dem Frieden dienen und mich für die Gemeinschaft einsetzen, in der ich lebe.
Unsere vier mitgefahrenen und tapferen JungPfadfinder aus der Sippe „Juventas" freuten sich sehr über ihr Versprechen und schafften es an diesem Abend mit nur einem Streichholz ein großes Lagerfeuer anzumachen. Wir ließen den Abend mit Gesang, Keksen und Lagerfeuer ausklingen.
An unserem letzten Tag in Irland schauten wir uns Dublin an. Wir gingen in die Alt- und Innenstadt, die von Straßenmusikern und Gauklern belebt wurden und waren hellauf begeistert. In allen Seitengässchen gab es Geschäfte, Cafes, Bars und natürlich jede Menge Pubs. In unserem Stamm ist es allerdings schon seit vielen Jahren so, dass wir keinen Alkohol trinken. Deshalb waren die Pubs tabu…
14 Tage Abenteuer, Natur und Wildnis….. und alle sind wir wohl erhalten (und etwas "miefig") wieder heim gekommen.
Haben wir Interesse geweckt? Gerne können uns alle Kinder ab sechs Jahren in unserem Stammesheim im Kanalweg in Bad Vilbel besuchen Schaut euch auf unserer Homepage um oder ruft an: Yvonne Schultze 069/37400379
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| Pfadfinderstamm Graue Biber |
31.08.2010
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