Die Räume der Mensa sind auch für andere Veranstaltungen außerhalb
der Schule nutzbar. Es werden dort Veranstaltungen mit 300 Personen möglich
sein. Die Küche und der Essensraum sind für alle drei Schulen am Standort
vorgesehen, die restlichen Räume der Mensa-Gebäudes aber nur für
die Kennedy-Schule. Die neue Mensa ist ein Projekt, das mit Bundesmitteln über
das Land Hessen finanziert wird. Fachkundige Referenten des Abends waren der Rektor
der Kennedy-Schule, Herr Ernst Guggenberger, sowie sein Konrektor, Herr Peter
Mayböhm.
Die Schulen gehören zu den wichtigsten Infrastruktureinrichtungen unserer
Stadt. Deshalb investierte die Stadt Bad Vilbel trotz der Zuständigkeit
des Kreises auf Initiativen der CDU-Fraktion viel eigenes Geld in die ortsansässigen
Schulen. Hinzu kommen noch geldwerte Dienstleistungen, wie beispielsweise die
Überplanung und Auswertung von kreiseigenem Gelände, um dieses zur
Finanzierung von Schulbauten besser verkaufen zu können. Die Stadt Bad
Vilbel verzichtete auf die Rückübertragungsrechte von Grundstücken,
damit auch diese zur Schulbaufinanzierung veräußert werden konnten.
Die CDU-Fraktion setzte durch, dass auch direkte Zuwendungen die Schulbauten
flossen oder dass (wie in Dortelweil) die Schulgebäude durch die Stadt
direkt und auf eigene Kosten errichtet wurden. Auch die Kenndey-Schule profitierte
von diesen Fördermaßnahmen.
Übrigens trägt Bad Vilbeler Geld über die Kreis- und Schulumlagezahlung
praktisch zu jeder wetterauer Schulbaumaßnahme kreisweit bei. Zu diesen
Umlagezahlungen ist die Stadt gesetzlich verpflichtet. In den Jahren 2000 bis
einschließlich 2005 überwies die Stadt Bad Vilbel an Schulumlagen
insgesamt rund 23 Millionen Euro. Zusammen mit den rund 123 Millionen Euro Kreisumlage
summieren sich die Zahlungen von der Stadt Bad Vilbel an den Wetteraukreis in
dieser Zeitspanne auf rund 146 Millionen Euro. Diese Zahlen verdeutlichen, dass
Bad Vilbel weit mehr bezahlt, als in unsere Stadt zurückfließt.
Die Kennedy-Schule hat derzeit ab dem 7. Schuljahr mittwochs nachmittags Regelunterricht,
der für die Schüler verpflichtend ist. Schon jetzt wird unter erschwerten
Bedingungen mittwochs Essen angeboten, was von knapp 100 Personen auch genutzt
wird. Die Planungen sehen vor, dass an einem Tag in der Woche Regelunterricht
erteilt und an vier Tagen die offene Betreuung angeboten wird. Durch die hessenweite
Verkürzung der gymnasialen Schulzeit von 9 auf 8 Jahre wird das Georg-Büchner-Gymnasium
gezwungen sein, verstärkt nachmittags Regelunterricht durchzuführen.
Die Schüler des Gymnasiums werden folglich sehr stark an der neuen Mensa
partizipieren.
Die nachmittägliche Betreuung der Kennedy-Schule wird in Themenbereiche
wie folgt unterteilt: Sport, musischer Bereich, Berufsvorbereitung, Sprachen,
Mediation, Hausaufgaben und Bibliothek. Selbstverständlich ist hierfür
ebenso Personal erforderlich, wie für die Essensversorgung der Schüler.
Es ist vorgesehen, dass ein Catering-Unternehmen die Versorgung übernehmen
wird. Der Essenspreis wird bei 2,50 Euro liegen wird. Die Schulleitung hatte
beschlossen, den Essenspreis mit Hilfe von zugewiesenen Landesmitteln auf diesen
Betrag „herunterzusubventionieren“, um allen Kindern eine Teilnahme
zu ermöglichen. Bei den Landesmitteln handelt es sich um ein Programm mit
dem Titel „Ganztagsschule nach Maß“. Darüber werden auch
die personellen Mehrkosten finanziert. Mehrkosten entstehen, weil durch die
nachmittäglichen Angebote sowohl Lehrer, als auch Honorarkräfte, zusätzliche
Dienste erbringen müssen.
Sehr positiv ist die Kooperation der Schule mit den Vereinen. Das Sport- und
Musikangebot sind Beispiele einer gelungenen Kooperation zwischen der Musikschule,
einem großen Dortelweiler Verein sowie der Kennedy-Schule. Eine Schulsozialarbeiterin
wird ab dem nächsten Jahr zusätzlich das Personal der Kennedy-Schule
unterstützen und den Schülern mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Ferner wurden die Gäste des „Club Union“ darüber informiert,
dass die Kennedy-Schule um drei zusätzliche Klassenräume mit einem
Mehrzweckraum (Werkraum) erweitert wird. Dafür ist ein weiterer Neubau
geplant, der direkt vor dem Altbau entstehen soll. Dieser Neubau ist ein Teil
des Schulentwicklungsplans des Wetteraukreises und begründet durch die
zu erwartenden ansteigenden Schülerzahlen. Die neuen Klassenräume
werden vom Kreis bezahlt, der sein Geld zum größten Teil über
die Umlagezahlungen von den Gemeinden erhält.
08.09.2005
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