Die Kulturvereinigung Hadamar e.V. lädt ganz herzlich ein zum
REQUIEM d-Moll KV 626
und dem
KLARINETTENKOZERT A-Dur KV 622
von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
am Samstag, den 19. November 2011, um 19.00 Uhr
in der Katholischen Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk in Hadamar
Mitwirkende:
Natascha Jung - Sopran
Lena Naumann - Alt
Rouwen Huther - Tenor
Fabian Hemmelmann - Bass
Luisa Hoberg - Soloklarinette
Kantorei des Evangelischen Dekanats Runkel
Nassauische Kantorei
Mittelhessisches Kammermusikensemble
Leitung: Martin Buschmann (Dekanatskirchenmusiker)
Veranstalter:
Kulturvereinigung Hadamar e.V. in Kooperation mit
dem Evangelischen Dekanat Runkel und
der Evangelischen Kirchengemeinde Hadamar
Das Requiem in d-Moll (KV 626) aus dem Jahr 1791 ist Wolfgang Amadeus Mozarts letzte Komposition. Obwohl es nur zu etwa zwei Dritteln tatsächlich von Mozart stammt, ist es eines seiner beliebtesten und am höchsten eingeschätzten Werke. Mozart starb während der Komposition. Da es sich um ein Auftragswerk handelte, vervollständigten Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr, Schüler von Mozart, das Requiem im Auftrag von Constanze Mozart, der Witwe des Komponisten. Die Entstehungsgeschichte und Qualität der nachträglichen Ergänzungen werden seit langem heftig diskutiert. Die ungewöhnlichen Umstände des Kompositionsauftrags und der zeitliche Zusammenhang dieser Seelenmesse mit Mozarts frühem Tod haben zudem eine üppige Mythenbildung angeregt.
Das Konzert in A-Dur KV 622 für Klarinette und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart ist eines seiner letzten vollendeten Werke (das letzte war die Kleine Freimaurerkantate KV 623, vollendet am 18. November 1791) und sein letztes Instrumentalwerk, vollendet im Todesjahr Mozarts 1791. Erster Solist war Anton Stadler, die Uraufführung fand in Prag statt.
Die Sopranistin Natascha Jung stammt aus Hadamar. Sie erhielt ihr Diplom in Gesangspädagogik an der Wiesbadener Musikakademie bei Ursula Ott und schloss im Jahr 2008 ihr Studium „Operngesang" an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main bei Prof. Heidrun Kordes ab. Studienbegleitend nahm sie an Meisterkursen von Grace Bumbry, Ingeborg Danz, Prof. Beata Heuer, Prof. Klesie Kelly und Prof. Rudolf Piernay teil. Bereits im Juni 2001 erhielt sie den Förderpreis der Dr. Hempel Stiftung (Wiesbaden) und trat im selben Jahr im Rahmen der Internationalen Maifestspiele (Wiesbaden) in Hindemiths „Sancta Susanna" unter der Regie von Georg Köhl auf. Von 2004 bis 2006 war sie Mitglied des Opernchores am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Im Rahmen der Internationalen Maifestspiele 2006 (Wiesbaden) arbeitete Natascha Jung mit dem Komponisten Krysztof Penderecki zusammen. In der Spielzeit 2007/2008 hatte sie einen Solo-Gastvertrag an der Oper Frankfurt u.a. als Annina in Verdis „La Traviata". Weitere Produktionen waren u.a. die Titelrolle in Alessandro Stradellas „La Susanna" unter der Leitung von Michael Schneider im Rahmen der Weilburger Schlossfestspiele, die Titania in Benjamin Brittens „Ein Sommernachtstraum" (im Bockenheimer Depot, eine Kooperation der HfMDK mit der Oper Frankfurt) und die Partie der Rosalinde in Strauß' Fledermaus (im Gallus Theater Frankfurt). Regelmäßig tritt sie als Konzert- und Oratoriensängerin auf (u.a. in der Alten Oper Frankfurt, im Kurhaus Wiesbaden, im Kloster Eberbach und im Rahmen der Bad Hersfelder Festspielkonzerte). Natascha Jung war Finalistin beim Louis Spohr Wettbewerb 2008. Mit dem Domchor Fulda hat sie eine CD des Brahms-Requiem unter der Leitung von DKM Franz-Peter Huber aufgenommen, mit der Kurhessischen Kantorei Marburg im Dezember 2010 den Messias von Händel gesungen und war darüber hinaus beim Neujahrskonzert 2011 des HR-Sinfonieorchesters (mit Live-Übertragung bei HR 2) unter der Leitung von Andrew Litton zu hören.
Die Altistin Lena Naumann wurde in Limburg an der Lahn geboren. Nach dem Abitur studierte sie bei Professor Hans-Joachim Beyer und bei Professorin Regina Werner-Dietrich an der Hochschule für Musik und Theater „Felix-Mendelssohn-Bartholdy" in Leipzig. Nach Erhalt ihres Diploms setzte sie ihre Ausbildung bei Professorin Anneliese Fried an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" in Berlin fort. Außerdem nahm sie an Meisterkursen bei Markus Schäfer, Klesie Kelly-Moog und Graham Johnson teil. Lena Naumann sang neben verschiedenen Hochschulproduktionen u.a. im Chor der Oper Leipzig, im Rundfunkchor des WDR sowie unter namhaften Dirigenten wie z.B. Antonello Allemandi, Morton Schuldt-Jensen, Grete Pedersen und Ricardo Chailly. Abseits der Opern- und Oratorienbühne ist die Interpretation des Liedrepertoires von Komponisten wie z.B. Richard Strauss, Johannes Brahms, Gustav Mahler und Richard Wagner ein Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens. Wertvolle Erfahrungen sammelte sie in der Liedklasse von Professor Phillip Moll. Sie kann auf eine umfangreiche solistische Konzerttätigkeit in In-und Ausland verweisen und war im Jahre 2007 Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Koblenz.
Der Tenor Rouwen Huther studierte zunächst Gesangspädagogik an der Wiesbadener Musikakademie bei Richard Staab und erhielt sein Diplom von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Seine künstlerische Ausbildung (Master of Music) erhielt er bei Professor Donald Litaker am Institut für Musiktheater in Karlsruhe. Außerdem war er Schüler von Cornelius L. Reid (New York) und nahm an Meisterkursen von Kammersängerin Hilde Zadek, Kammersängerin Julia Varady und Kammersänger Dietrich Fischer-Dieskau teil. Neben ersten Preisen bei „Jugend musiziert" erhielt er 2000 ein Stipendium der Carl-Hempel-Stiftung Wiesbaden und 2001 ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes. Er sang bereits in sehr vielen Opern mit und ist daneben auch als Konzertsänger tätig. Zu seinem geistlichen Repertoire gehören Messen und Oratorien von J. S Bach, Joseph Haydn, Camille Saint-Saëns, Giacomo Puccini, Giuseppe Verdi, W.A. Mozart, Franz Schubert, Max Bruch und Lorenzo Perosi. Sein Liedrepertoire umfasst die deutschen romantischen Liedkomponisten wie Robert Schumann und Franz Schubert, fand aber seinen Schwerpunkt bei Richard Strauss und Erich Wolfgang Korngold. Er sang bisher u.a. im Kloster Eberbach, Kurhaus Wiesbaden, Kurhaus Baden-Baden, Staatstheater Wiesbaden, Nationaltheater Mannheim, Prinzregententheater München, Konzerthaus Karlsruhe, Passionsspielhaus Erl. Seine Engagements führten ihn auch ins Ausland, u.a. nach Österreich, Italien, Schweiz und Frankreich.
Der Bariton und Bass Fabian Hemmelmann wurde 1977 in Lahnstein geboren. Er studierte bei Professor Thomas Quasthoff in Detmold und bei Professorin Klesie Kelly-Moog in Köln. Weiteren Unterricht erhielt er bei Lia Montoya, Rudolf Piernay und Michael Volle. Frühe Liederabende bereits in den 90er Jahren mit Andreas Frese am Klavier führten ihn mit Schuhmanns Dichterliebe und Schuberts Winterreise nach Trier; Koblenz; Solingen, Sigmaringen und Limburg. Dem folgten weitere Recitals, zu deren Höhepunkten die Dichterliebe im Humboldt-Konzertsaal Caracas/Venezuela 2006 und das Italienische Liederbuch im Palais am Festungsgraben Berlin zählten. Neben der Zusammenarbeit mit der Pianistin Lara Jones konzertiert Hemmelmann mit dem Gitaristen Christoph Weisbrod u.a. mit der „Schönen Müllerin" von Franz Schubert in der Gitarrenfassung. Ein Schwerpunkt liegt für ihn bei der „Neuen Musik" und ist als Solist bereits unter namhaften Dirigenten wie Marcus Creed und Pierre Boulez aufgetreten. Auch in zahlreichen oratorischen Werken von Bach und Händel sowie konzertanten Bühnenwerken sang Fabian Hemmelmann als Solist u.a. in der Philharmonie Köln, der Beethovenhalle Bonn, der Alten Oper Frankfurt, dem Dom zu Münster und dem Limburger Dom. Häufig schon war er in Werken zu hören wie dem Brahms-Requiem, Bachs Matthäuspassion und Mendelssohns Elias.
Die Klarinettistin Luisa Hoberg war Jungstudentin an der Musikhochschule Karlsruhe bei Professor Otto Kronthaler, bevor sie ihre künstlerische Ausbildung bei Professor Peter Löffler-Asal an der Frankfurter Musikhochschule begann. Seit 2007 setzt sie ihr Studium bei Professor Anton Hollich fort. Als Stipendiatin der Wilhelm-Müller-Stiftung und des Amadé-Netzwerkes gab sie schon Konzerte in mehreren europäischen Ländern sowie in Japan, Korea und Australien. Seit diesem Jahr wird sie mit ihrem Klarinettenquartett von Yehudi Menuhins Stiftung „Live Music Now" gefördert.
Das Mittelhessische Kammermusikensemble gab sein erstes Konzert am 13. November 2005. Es ist eine musikalische Projektgruppe, deren Besetzung sich stets ein wenig ändert, die aber unter der musikalischen Leitung von Dekanatskirchenmusiker Martin Buschmann seit ihrer Gründung bereits zahlreiche Konzerte in unserer Region veranstaltet hat (in der Regel 2 bis 3 pro Jahr). Der Schwerpunkt des Musikerzirkels liegt auf der Kammermusik des Barock und der Frühklassik. Oft tritt das Mittelhessische Kammermusikensemble - gerade auch bei größeren Aufführungen - gemeinsam mit der Kantorei des Evangelischen Dekanats Runkel auf. Dadurch konnten in der Vergangenheit Kantaten und Messen aufgeführt werden. Mit dem Weihnachtsoratorium (I. Teil und II. Teil) von Johann Sebastian Bach wurde im Jahre 2008 und 2010 erstmals gemeinsam ein oratorisches Werk mit großem Erfolg aufgeführt, wobei die Kantorei des Evangelischen Dekanats Runkel bereits damals - projektmäßig verstärkt - mit rund 50 Sängerinnen und Sängern aufgetreten ist. In diesem Jahr wird das Mittelhessische Kammermusikensemble außerdem unterstützt durch die Nassauische Kantorei Diez unter der Leitung von Martin Samrock.
Karten für dieses Konzert können im Vorverkauf bei „Schreibwaren Dutell" in Hadamar, in der Buchhandlung Hämmerer in Hadamar und in der Buchhandlung „Buch & Tee" in Elz zum Preis von 15 € (Schüler und Studenten ermäßigt: 10 €) und natürlich auch noch an der Abendkasse zum Preis von 18 € erworben werden. Die Kulturvereinigung Hadamar e.V., das Evangelische Dekanat Runkel und die Evangelische Kirchengemeinde Hadamar laden ganz herzlich ein, sich die Aufführung dieser beiden Mozart-Spätwerke in der Katholischen Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk nicht entgehen zu lassen. (pb)
09.11.2011
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