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Bühnenkost mit Pfiff, Witz und Humor bei der Reihe „Theater light"

Bad Homburg: Shakespeare, der Klassiker! Tausendfach aufgeführt auf den Bühnen dieser Welt, aber seltenst mit diesem Witz und Humor. Moulin Rouge! Auch das bekannt, aber so ekstatisch? Und wer glaubt, Carmen sei Carmen, der wird im Kurtheater Bad Homburg eines Besseren belehrt. „Theater light" heißt die vierteilige Reihe der Kur- und Kongreß-GmbH Bad Homburg, bei der Theater schlicht nur Spaß macht. Die Aufführungen wenden sich an junge Leute, an Theater-Neulinge und an jenes Publikum, das amüsante Theaterkost mit Pfiff liebt, ohne dabei das Nachdenken vergessen zu wollen.

Für das Publikum bedeutet das auch, auf eine etwas andere Art ins Theater zu gehen. Man kommt in legerer Kleidung ins Kurtheater, setzt sich dorthin, wo man es am schönsten findet und wenn die Vorstellung begonnen hat, kann man weiter Bonbons lutschen oder Brezeln kauen. Die Leckereien werden sogar verschenkt. Das Vergnügen kostet ganze acht Euro pro Vorstellung. Wer sich entschließt, alle vier Aufführungen zu abonnieren, bezahlt 28 Euro.

Ein umwerfendes Vergnügen wird Shakespeares letztes Werk „Der Sturm", das am 27. Oktober im Kurtheater aufgeführt wird. Es gibt nämlich nur einen Schauspieler: Bernd Lafrenz, der alle Rollen mit toller Mimik und Komik spielt, leidet und lebt, wie man es von ihm gewohnt ist - so Prospero, den rechtmäßigen Herzog von Mailand, der ein großer Magier geworden ist, den geschwinden Luftgeist Ariel und das viehische Ungeheuer Caliban, den verräterischen Bruder Antonio sowie dessen Verbündete, die Prospero Schiffbruch erleiden lässt.

Beim Cancan wogende Unterröcke, die längsten Beine des Universums, zwielichtige Tänzerinnen, Gangster, Huren und mittendrin in dieser brodelnden Halbwelt der junge Komponist Tony, der sich in das schwindsüchtige Showgirl Madeleine verliebt. Die Besucher erleben eine heiße Nacht im „Moulin Rouge", anrüchige Showszenen am Rande der Zensur, aber auch die Träume und Verzweiflungen, die zu dem berühmten Pariser Etablissement dazu gehörten wie der Cancan. Die Inszenierung in Anlehnung an das Musical von Jacques Offenbach und Johann Strauß ist am 14. Februar zu sehen.

Dann wieder Shakespeare. Diesmal, am 21. März, „Romeo und Julia". Allerdings hat das Kölner N.N. Theater die bekannteste Liebesgeschichte der Welt in das Italien der 1950er Jahre verlegt. Die verfeindeten Familienclans der Montagues und Capulets stehen sich als bigotte Katholiken bzw. stramme Kommunisten gegenüber. Don Camillo und Peppone lassen grüßen bei dieser deftigen Version mit originellen Einfällen und Liedern der goldenen Wirtschaftswunderjahre.

Wenn der Dirigent Ischebin Degrößte heißt, der Regisseur Allemachewas Ischewill und das Orchester „Libertád la Partitura Vielekrache de Sevilla" spielt, dann kann „Carmen" nur so komisch und kurzweilig sein wie noch nie. Es gibt viele Carmens dieser Welt und Ingrid El Sigai, Markus Neumeyer und Frank Wolff spielen, singen und lesen sie. Sie tanzen die Eifersucht und lachen über das verruchte Leben - eine flirtende Annäherung im ersten Teil, dem eine Opern-Parodie folgt. Denn da wird „Carmen verzweifelt gesucht", und zwar am 11. April im Kurtheater Bad Homburg.

Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr. Weitere Einzelheiten unter www.kurtheater-bad-homburg.de. Karten und Abos bei Tourist Info + Service im Kurhaus Bad Homburg, Tel. 06172-178-3710, Fax 178-3719, Email: tourist-info@kuk.bad-homburg.de.



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Stadt Bad Homburg


02.09.2010

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