Bürgermeister Rahn bietet Ministerium weitere tatkräftige Unterstützung bei Klärung offener Punkte an
Karben: Mit großer Verärgerung nimmt Bürgermeister Guido Rahn die Mitteilung aus dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung auf, dass sich die Erarbeitung des Planfeststellungsverfahrens zur Nordumgehung Groß-Karben noch um weitere drei Monate verzögern könnte. Anfang des Jahres war von Staatsminister Posch noch vorgesehen, den Beschluss spätestens im Sommer 2010 vorzulegen.
Nach Aussagen Poschs genieße das Straßenbauprojekt im Land Hessen eine hohe Priorität und wurde daher einer vorrangigen Bearbeitungsstufe zugeteilt. „Diese Aussage bestätigte uns Staatssekretär Saebisch noch bei seinem Besuch in der Stadt Karben am 31. Mai", so der Bürgermeister.
Auf Nachfrage der Verwaltung im Ministerium erhielt die Stadt Karben nun die Auskunft, dass jetzt erst Ende des Jahres 2010 der Planfeststellungsbeschluss vorgelegt werden würde. Es sind noch einige offene Punkte abzuarbeiten, die Zeit benötigen. Ziel ist es schließlich, den Planfeststellungsbeschluss juristisch unangreifbar zu machen.
„Für die Stadt Karben und viele ihrer Bürger ist die Nordumgehung die wichtigste Straßenbaumaßnahme in Karben", so Rahn. Hierauf warte man schon seit Jahrzehnten und er werde als Bürgermeister dieser Stadt jegliche Unterstützung bei einer schnelleren Erledigung der noch strittigen Punkte zusichern. Rund 13.000 Fahrzeuge quälen sich täglich durch die zum Teil nur 7,20 m breite Ortsdurchfahrt Groß-Karben. Die Beeinträchtigungen für Anwohner, Verkehrsteilnehmer und für die Weiterentwicklung der Stadt Karben sind unerträglich groß.
„Damit wir aber nun den Termin Ende des Jahres sicher halten können, habe ich Minister Posch unsere Unterstützung und Mitarbeit bei der Auflösung der offenen Punkt angeboten. Wir sind hier näher am Geschehen dran und haben oftmals intensiven Kontakt zu Denjenigen, die Probleme mit der Nordumgehung haben und die ja auch mit Wünschen an uns herantreten. Hier können wir manchmal auch etwas anbieten, was das Ministerium nicht kann", zeigt der Rathauschef seine Handlungsmöglichkeiten auf. Er hofft nun, dass der Minister auf sein Angebot eingeht und die Stadt Karben zügig in die Verhandlungen mit einbindet.
Der Planfeststellungsbeschluss prüft die Planunterlagen und schließt die durchgeführten Planungen zur Nordumgehung ab. Er wird zwei Wochen zur allgemeinen Einsichtnahme offengelegt. Wird er juristisch nicht angegangen, besteht danach das Baurecht. Das Land Hessen hat für 2010 bereits erste Haushaltsmittel eingestellt und könnte somit in diesem Jahr noch mit dem Bau beginnen.
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| Stadt Karben |
06.09.2010
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