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Studie zur Zukunft des Büromarktes in Bad Homburg liegt vor

Bad Homburg: Der Bad Homburger Magistrat hat eine umfassende Studie über die Gewerbeflächen in der Stadt vorgelegt. Die Untersuchung der Büroflächen (insgesamt: 666.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche) ergibt eine im Vergleich zur Region gute Situation: Sie sind zu 90 Prozent ausgelastet, ein überdurchschnittlicher Wert im Rhein-Main-Gebiet. Dennoch gebe es Handlungsbedarf, schreiben die Gutachter, eine Arbeitsgemeinschaft der Büros BulwienGesa AG und Baasner Stadtplaner GmbH.

Oberbürgermeister Korwisi bezeichnet die von den Stadtverordneten im Juli 2009 beschlossene Studie als wegweisend. „Mit der guten Ausnutzung der Büroflächen liegen wir zwar über dem Schnitt. Aber auch wir beobachten Leerstände vor allem bei älteren Gebäuden und hören von Problemen der Eigentümer bei der Vermarktung einzelner Lagen. Die Gutachter haben deshalb die aktuelle und die prognostizierte Nachfrage mit dem Bestand verglichen. Für die kommenden zehn Jahre sagen sie einen Angebotsüberhang voraus. Das Ergebnis ist ein Auftrag an die Stadt: Wir werden für einige Flächen einen neuen planungsrechtlichen Rahmen schaffen müssen, um dort eine Entwicklung anzustoßen." Über die Konsequenzen aus der Studie berät der Magistrat am kommenden Montag, anschließend steht sie in weiteren städtischen Gremien auf der Tagesordnung.

Korwisi weiter: „In Dornholzhausen haben wir bereits begonnen und Vorschläge für die Zukunft des ehemaligen Lilly-Standortes gemacht, dessen Vermarktung für eine Büronutzung problematisch ist." Er selbst schließe sich den Gutachtern an, die Wohnungsbau empfehlen. Beim Bau von Mehrfamilienhäusern hinke Bad Homburg im regionalen Vergleich hinterher. „Anders als bei den modernen Büroflächen ist die Wohnungsbautätigkeit in Bad Homburg äußerst gering, weil Grundstücke fehlen. In Dornholzhausen gibt es geeignete Flächen", so Korwisi (siehe auch Pressemitteilung 368).

Außer in Dornholzhausen (Leerstand: 50 Prozent) sehen die Gutachter auch für den Büropark Im Atzelnest Handlungsbedarf. Dort beträgt der Leerstand aktuell 30 Prozent, er wird aber nach der Rückkehr der Deutschen Leasing in deren renoviertes Gebäude in der Fröhlingstraße steigen. Die Gutachter empfehlen deshalb verschiedene Maßnahmen, um das Image des Büroparks Im Atzelnest und damit die Vermarktungschancen zu verbessern. Außerdem solle die Stadt soll ergänzende Nutzungen für einzelne Flächen ins Auge fassen.

Die Flächen für Handwerk und produzierendes Gewerbe sind in der Studie getrennt vom Büromarkt dargestellt. Sie seien mit insgesamt 5,3 Hektar zu knapp bemessen, heißt es. Die Autoren regen an, den Rahmen für die Ansieldung handwerklich orientierter Betriebe oder produzierender Unternehmen in der Stadt zu verbessern. Diese Betriebe seien ein wichtiges Standbein der Bad Homburger Wirtschaft, so auch Korwisi. Die Stadt müsse auch Perspektiven für ortsansässige Betriebe eröffnen, wenn diese erweitern wollten.

Neu für Bad Homburg ist die Mitfinanzierung der Studie durch Firmen. Sieben Unternehmen - aurelis, Basler Versicherungen, Deutsche Leasing, Fresenius, PIV, Siemens und TaunusSparkasse - haben das Projekt unterstützt. Korwisi abschließend: „Das zeigt den Wert, den diese Unternehmen der Studie beimessen."

Die Studie kann in Kürze bei der Stadtverwaltung, Fachbereich Stadtplanung, für rund 40 Euro erworben werden.



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Stadt Bad Homburg


09.09.2010

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