Wiesbaden: Nachdem die hessische Sekterzeugung in den beiden letzten Jahren zugenommen hatte, wird sie dieses Jahr voraussichtlich stagnieren. Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes wurden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres insgesamt 92,5 Millionen Liter Sekt erzeugt, was einer Menge von 123 Millionen 0,75-Liter-Flaschen entspricht. Die erzeugte Menge nahm damit gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum leicht um 0,3 Prozent zu. Der Gesamtwert des Sekts erhöhte sich um 2,8 Prozent auf 275 Millionen Euro. Je Flasche ergibt sich ein Verkaufswert - ab Sektkellerei und ohne Sektsteuer - von 2,23 Euro.
Die Sektsteuer beträgt derzeit 1,02 Euro je Flasche und fließt in die Bundeskasse. Sie wurde von Kaiser Wilhelm II zur Finanzierung der Kriegsflotte vor über 100 Jahren eingeführt. Vorläufer solcher Steuern waren schon im Mittelalter Weinsteuern mit den Bezeichnungen „Ungeld" oder „Böspfennig".
Im ersten Halbjahr 2011 lag der hessische Anteil an der deutschen Sekterzeugung bei 44 Prozent.
| Link |
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| Statistisches Landesamt Hessen |
30.12.2011
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