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Erneuerungsprogramm

VGF investiert in diesem Jahr 3,9 Millionen Euro in ihre Fahrtreppen
Frankfurt:
Die Verkehrsgesellschaft (VGF) wird in diesem Jahr etwa 3,9 Millionen Euro in zwölf neue Fahrtreppen investieren: jeweils zwei in den Stationen „Hauptwache", „Alte Oper" und „Schweizer Platz", vier im Südbahnhof und jeweils eine Anlage in den Stationen „Seckbacher Landstraße" und „Bockenheimer Warte". 

Die neuen Treppen laufen ruhiger und bieten damit mehr Fahrkomfort. Außerdem zeichnen sie sich durch eine geringere Störanfälligkeit und einen reduzierten Wartungsbedarf aus. Der Stückpreis für eine neue Fahrtreppe beläuft sich - je nach Länge und technischer Ausführung - auf rund 250.000 bis 280.000 Euro.

Die für 2012 geplanten Modernisierungen haben noch nicht begonnen, die notwendige Ausschreibung läuft zurzeit. Die jetzigen Arbeiten an drei Fahrtreppen in der Station „Hauptwache" sowie an einer Treppe an der Station „Miquel-/Adickesallee" gehören noch ebenso zum Paket 2011, wie die danach anstehende Erneuerung von zwei Anlagen in der Station „Willy-Brandt-Platz" und je einer in den Stationen „Hauptwache" und „Miquel- / Adickesallee". Diese Arbeiten sollen Anfang Mai abgeschlossen sein.

Instandhaltung und Reparatur

Aktuell betreibt die VGF 269 Fahrtreppen in ihren 27 unterirdischen Stationen. Davon stehen wegen unvorhergesehener Instandhaltung zurzeit nur sechs: drei an der Hauptwache, zwei in Bornheim Mitte und eine an der Station „Festhalle/Messe". Drei dieser Anlagen sollen diesen Mittwoch wieder in Betrieb gehen. 1973 wurden die ersten drei Treppen in der Station „Willy-Brandt-Platz" eröffnet; die zwei neuesten Exemplare fahren seit Ende 2011 in der Station „Miquel-/Adickesallee". Mit 13,2 Metern Förderhöhe sind die zwei Außenfahrtreppen in der Station „Dom/Römer" die längsten Anlagen im Netz der VGF.

Durch Fahrtreppen wird mobilitätseingeschränkten oder schwer bepackten Fahrgästen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erleichtert. Ziel der VGF ist es, Störungen an den Fahrtreppen durch intensive Wartung zu minimieren oder Defekte umgehend zu beheben. Was aber leider nicht immer möglich ist: Die häufigsten Ursachen für den unbeliebten Stillstand sind zum einen der Missbrauch der Nothalteeinrichtungen, zum anderen automatische Abschaltungen, die von Schrauben, Steinen oder Streusplitt im Stufeneinlauf hervorgerufen werden.

Die durchschnittliche Standzeit von Fahrtreppen beträgt bei der VGF etwa vier Stunden. Längere Ausfälle sind zum einen auf Lieferzeiten für die benötigten Ersatzteile zurückzuführen, zum anderen darauf, dass der Einbau einer komplett neuen Treppenanlage wirtschaftlicher als eine Reparatur sein kann. Eine solche Entscheidung, die mit zeitaufwändiger Ausschreibung und Vergabe verbunden ist, trifft die VGF so schnell wie möglich, um einen zu längeren Ausfall zu vermeiden.

Alle Außenfahrtreppen der U-Bahn-Stationen sowie die Fahrtreppen in den Gemeinschaftsbauwerken „Hauptbahnhof", „Hauptwache" und „Konstablerwache", für die die VGF verantwortlich ist, werden monatlich gewartet. Alle übrigen Fahrtreppen einmal alle zwei Monate. Für diese Instandhaltung und Wartung beschäftigt die VGF seit Oktober 2009 insgesamt 20 eigene Service-Mitarbeiter. Die Fahrtreppen werden darüber hinaus einmal jährlich vom TÜV Hessen geprüft und neue Anlagen vor ihrer Eröffnung von diesem abgenommen.

Neue Fahrtreppen

2004 entwickelte das Unternehmen ein Erneuerungs-Programm, das die Fahrtreppen in vier Kategorien (A bis D) einstufte. Kriterien für die Einstufung sind Dringlichkeit des Erneuerungsbedarfs, Alter, Zustand und Frequentierung der Anlage: In Kategorie A fiel von 2005 bis 2011 die Erneuerung von 70 Fahrtreppen, zuzüglich zwölf Anlagen in der Station „Hauptbahnhof", die die VGF marode von der DB AG übernommen hatte und durch neue ersetzte. Bis 2015 plant die VGF die Erneuerung von circa 70 Fahrtreppen aus der Kategorie B, zu der die zwölf Anlagen gehören, die für 2012 auf dem Programm stehen. In den Kategorien C und D sind 125 Treppenanlagen enthalten, deren Erneuerung für die Jahre 2016 bis 2026 vorgesehen ist.

Hilfe bei stehenden Fahrtreppen

Trotz Investitionen von Arbeit und Geld kann die VGF leider keine hundertprozentige Funktion aller 269 Fahrtreppen rund um die Uhr garantieren. Mit Hilfe des so genannten Haltestellentools auf der VGF-Homepage unter www.vgf-ffm.de können sich Fahrgäste vor Fahrtantritt aber informieren, welche Fahrtreppen und Aufzüge jeweils außer Betrieb sind. Dieser Service ist vor allem für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste gedacht, die auf funktionstüchtige Fahrtreppen oder Aufzüge angewiesen sind. Das Informationsmodul zum barrierefreien Reisen findet sich im Internet unter: www.vgf-ffm.de/de/presseinfo/informationsmodule/barrierefreies-reisen/

Sollten Aufzüge oder Fahrtreppen doch einmal durch Defekte ausfallen, bietet die VGF als zusätzlichen Service den mobilen Treppensteiger für Rollstuhlfahrer an, welcher telefonisch unter der Rufnummer 069/213-22708 beim Ordnungsdienst angefordert werden kann. Weitere Informationen dazu finden sich unter www.vgf-ffm.de/de/presseinfo/mobilitaet-fuer-alle/der-vgf-treppensteiger-fuer-rollstuhlfahrer/ ebenfalls im Internet.

25.01.2012

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