Zentrale Leitstelle der Branddirektion steuert seit 1. Januar wieder sämtliche Fahrzeuge für Notfallversorgung und Krankentransporte
Frankfurt: „Mit der zentralen Bündelung der Frankfurter Rettungsdienste bei der Branddirektion wird eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass der Frankfurter Bevölkerung im Bedarfsfalle sichere und kompetente Hilfe und Unterstützung noch schneller zu Teil wird", sagte der für die Feuerwehr und den Katastrophenschutz zuständige Stadtrat Markus Frank bei der Vorstellung der Eckpunkte und ersten Erfahrungen bei der Umsetzung der organisatorischen Einheit der Rettungsdienste.
Die Stadtverordnetenversammlung hatte 2010 beschlossen, im Rettungsdienstbereich Frankfurt am Main die organisatorische Einheit von Notfallversorgung und Krankentransport wiederherzustellen, deren Umsetzung nunmehr zum 1. Januar 2012 erfolgt ist. Die Vollendung der organisatorischen Einheit im Rettungsdienst bedeutet, dass auch der Krankentransport, der keinen Notfall im klassischen Sinne darstellt, jedoch immer eine qualifizierte medizinische Betreuung voraussetzt, jetzt wieder von der Branddirektion geplant und sämtliche Einsätze von der Zentralen Leitstelle der Branddirektion disponiert und gesteuert werden.
Rettungsdienst ist eine Aufgabe der Gefahrenabwehr und der Gesundheitsvorsorge und muss fachlich, aber auch wirtschaftlich gut organisiert sein. Die in Frankfurt am Main ganz besonderen Rahmenbedingungen hinsichtlich der großstädtischen Wohnbebauung, zahlreicher Hochhäuser, der Verkehrsinfrastruktur mit einem Netz aus Autobahnknotenpunkten, S- und U-Bahn-Anlagen, wichtigen Bahnstrecken, -knoten und Tunnelanlagen, dem internationalen Großflughafen sowie zahlreichen Industrieansiedlungen stellen große Herausforderungen an die Rettungsdienstträger. Diese müssen in der gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfrist für die Notfallversorgung, das heißt in mindestens 90 Prozent der Fälle innerhalb von zehn Minuten bzw. 95 Prozent innerhalb von 15 Minuten zur Stelle sein.
„Wir bauen hier auf die Erfahrungen und die absolute Fachkompetenz unserer Frankfurter Berufsfeuerwehr, der Hilfsorganisationen (ASB, DRK, JUH, MHD) sowie der Fraport AG, die als Leistungserbringer bereits in der Vergangenheit hervorragende Arbeit geleistet haben", unterstrich Stadtrat Frank. Allerdings habe sich die seit 2001 praktizierte organisatorische Trennung zwischen Notfallversorgung und Krankentransport nicht bewährt. So sei es nur folgerichtig gewesen, dass die politischen Gremien beschlossen haben, mit der Rückführung zur organisatorischen Einheit der Rettungsdienste einen sinnvolleren Weg zu beschreiten. Wichtig sei, dass es nunmehr neben der Notfallrufnummer 112 auch eine neue zentrale Rufnummer für Anforderungen zum Krankentransport gäbe.
Die neue Telefonnummer bei der Zentralen Leitstelle für den Krankentransport laute 800 60 100 und halte damit die Leitung für die Notfallnummer 112 frei. „In einem transparenten europaweiten Ausschreibungsverfahren haben sich die Besten durchgesetzt, die - wie sich bereits im Januar gezeigt hat - ihr Handwerk erstklassig verstehen", erläuterte Stadtrat Frank und ergänzte: „Das bringt Gewissheit für unsere Menschen, dass ihnen im Notfall schnell und kompetent geholfen wird."
07.02.2012
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