Bad Homburg: Seit 2001 bezuschusst die Stadt Bad Homburg v.d.Höhe im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes energiesparende Projekte an Wohngebäuden. Die Ausweitung des Förderprogramms 2010 hat zu einer starken Zunahme der Förderanträge geführt. Der 1.000 Antrag wurde von Kerstin Kleuters für die Wärmedämmung und Sanierung Ihres Flachdaches gestellt.
Sie erhielt einen Zuschuss von 2.500 Euro, was bei einer Investitionssumme von rund 30.000 Euro eine willkommene Hilfe darstellt.
Die verbesserte Wärmedämmung, die Sie dafür umsetzen musste und die dadurch höheren Investitionskosten wurden durch den Zuschuss mehr als aufgefangen. Zudem erhielt die 1000. Antragstellerin als Anerkennung zwei energiesparende LED-Lampen.
Statistisch betrachtet waren die Jahre der Förderung natürlich ebenfalls sehr erfolgreich. So wurden in dieser Zeit über 300 solarthermische Anlagen gefördert. Summiert man alle im Programm gedämmten Flächen von der Außenwand über das Dach bis zur Kellerdecke so beträgt die energetisch verbesserte Fläche über 100.000 qm, das sind mehr als 10 Fußballfelder. Eine starke Nachfrage löste auch die Förderung von energiesparenden Fenstern aus, wo über 400 Anträge eingegangen sind.
Des Weiteren sanierten 39 Hausbesitzer ihr Gebäude auf Neubauniveau, was für die einzelnen Hauseigentümer einen Zuschuss von bis zu 25.000 Euro bedeutete.
Hintergrund der Förderung ist die Absicht der Stadt, die Hauseigentümer zu unterstützen und so etwas für den Schutz des Klimas und vor allem für die Verbesserung der Luft in Bad Homburg zu tun. Pro Jahr werden inzwischen etwa 2.100 Tonnen CO2 eingespart.
Auch das örtliche und regionale Handwerk konnte durch die Förderung profitieren. Im Jahr 2010 betrug die Förderung rund 500.000 Euro, was Investitionen von über 4 Millionen Euro ausgelöst hat und einer Förderquote von ca. 12 % entsprach. Der Spitzenwert an Fördermitteln wurde 2011 mit ca. 980.000 Euro Fördersumme erreicht, was zu Investitionen von ca. 5,7 Millionen Euro geführt hat, die nachweislich in einem sehr hohen Maße den Betrieben der Region zu Gute kamen. Die Förderquote stieg auf 17,2 Prozent.
Auch für 2012 zeichnet sich wieder eine starke Nachfrage nach den städtischen Fördermitteln ab, das Förderprogramm ist bei den Bürgern der Stadt gut bekannt und löst zunehmend weitere Sanierungen am Gebäudebestand aus. Dank dieser hohen Umsetzungsquote konnten Energiesparmaßnahmen an rund zehn Prozent der Bad Homburger Wohngebäude ausgeführt werden - die aktuelle jährliche Sanierungsquote liegt mit rund zwei Prozent des Bestandes um den Faktor 4 höher als der Bundesdurchschnitt.
Die Betreuung der städtischen Förderung erfolgt über die Energieberatung der Stadt Bad Homburg im Rathaus. Sie ist telefonisch unter der Nummer 06172-100-6143 und per E-Mail unter energieberatung@bad-homburg.de zu erreichen. Die Öffnungszeiten sind Di.+ Do. von 10-17 Uhr, Mi. von 8-18 Uhr, Fr. von 10-16 Uhr sowie den 1.+3. Sa. im Monat von 10-14 Uhr.
04.07.2012
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