290 Bürgervorschläge zum GrünGürtel-Speichenplan eingegangen - Stadträtin Rottmann wünscht sich noch mehr Beteiligung
Frankfurt: 260 Bürger haben der Stadt bisher verraten, was ihnen für die künftige Grünentwicklung wichtig ist. Sie haben außerdem 290 konkrete Vorschläge abgegeben. Das ist der erste Zwischenstand der vergangenen April gestarteten Online-Befragung zum GrünGürtel-Speichenplan auf der Green-City-Internetseite (siehe unten).
Ganz oben auf der Wunschliste stehen mehr Bäume, zum Beispiel entlang der Friedberger, Eckenheimer und Hanauer Landstraße. Neue Grün- und Freiräume werden unter anderem an der Darmstädter Landstraße neben der Brauerei oder in der Baulücke an der Stuttgarter Straße gewünscht. Außerdem wurden viele Vorschläge für Radwege eingereicht, darunter entlang der Eschersheimer Landstraße, der Gießener Straße und der Frankenallee.
Weiter wünschten sich die Teilnehmer zahlreiche neue ÖPNV-Haltestellen, etwa am Hafenpark, sowie Verlängerungen von Bus-und Bahnlinien, zum Beispiel die U-Bahn bis nach Seckbach.
Einige der eingereichten Vorschläge könnten auch heftige Diskussionen auslösen. So wird ein komplett autofreier Alleenring gewünscht, eine Begrünung der Eisenbahnbrücke am Lokalbahnhof, die Umwandlung der Ostendstraße in eine Spielstraße, das Begrünen aller Bushaltestellen und eine Fahrradexpressroute an der Hanauer Landstraße.
„Ich freue mich über die ersten Vorschläge, wünsche mir aber eine noch breitere Beteiligung", sagte Manuela Rottmann. „Gerade jetzt in der Ferienzeit haben ja vielleicht weitere Frankfurterinnen und Frankfurter die Gelegenheit, sich Gedanken darüber zu machen, wie und wo ihre Umgebung grüner werden könnte."
Der Grüngürtel-Speichenplan sieht sieben Speichen vor, die künftig den Anlagenring mit dem GrünGürtel verbinden sollen. Fachleute haben deren Form nach folgenden Kriterien ermittelt: Wichtige Verkehrsachsen, in denen ein Umstieg vom Auto auf das Fahrrad oder die eigenen Füße erleichtert werden soll; wichtige Klimaschneisen, über die auch in Zeiten des Klimawandels frische und kühle Luft in die Stadt strömen kann; schließlich wichtige Bereiche, in denen der soziale Zusammenhalt durch grüne Freiräume gestärkt werden soll.
Alle Vorschläge können unter www.grüngürtel.de eingesehen werden. Sie sind sogar in einer Karte genau verortet. Alle Vorschläge können kommentiert werden.
Wer lieber eine der geplanten Speichen besichtigen möchte, hat am Sonntag, 8. Juli, die Gelegenheit: Ein GrünGürtel-Spaziergang beginnt um 16 Uhr im Rosengarten am Baseler Platz und führt durch die Speiche „West", also durch das Gallus- und Gutleutviertel zum Rebstockgelände. Mit Kunst und Fantasie wird nach Orten gesucht, die grüner werden können. Auskunft unter umwelttelefon@stadt-frankfurt.
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| Frankfurt Green City |
09.07.2012
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