Stadtrat Stein präsentiert Frankfurter Wetterstatistik für das Jahr 2011
Frankfurt: „Die Statistiker weisen für das Wetterjahr 2011 eine ganze Reihe von Rekorden aus", sagt der für das Bürgeramt, Statistik und Wahlen zuständige Infrastrukturdezernent, Stadtrat Volker Stein, zur jüngsten Statistik über das Frankfurter Wetter im Jahr 2011.
Die Frankfurter Wetterstatistik wird seit 1949 geführt. Mit ihr liefert das Amt in übersichtlicher Form die Datenbasis für meteorologische Langzeitvergleiche, mit denen die Fachleute dem viel zitierten Klimawandel auf die Spur zu kommen trachten. „Dabei verstärkt sich der Eindruck, dass es sich nicht mehr um zufällige Häufungen bestimmter Phänomene handelt, sondern tatsächlich um einen Trend", bemerkt der Stadtrat weiter. 2011 geht nämlich als drittwärmstes und drittsonnigstes Jahr beziehungsweise als eines der trockensten Jahre in die Frankfurter Wetterannalen ein.
Gründe dafür sind ein ungewöhnlich sonniges und regenarmes Frühjahr, der trockenste November aller Zeiten und eine um 1,7 Grad über dem langjährigen Mittelwert liegende Jahresdurchschnittstemperatur. Damit war es über 15 Jahre hin durchgehend zu warm. Auch bei der Sonnenscheindauer liegt das Jahr auf Platz drei in der Statistik: Mit 1944 Sonnenscheinstunden war es das drittsonnigste Jahr überhaupt.
Gleichzeitig fiel 2011 eindeutig zu trocken aus: Im gesamten Jahr fielen nur 77 Prozent der normalerweise gemessenen jährlichen Niederschlagsmenge. Die Regentage waren darüber hinaus auch noch atypisch verteilt: von Juni bis August jeweils drei mehr, von März bis Mai bis zu sechs weniger als normal.
Am meteorologischen „Sommertag" klettert das Thermometer über die 25 Grad-Marke. Im Jahr 2011 wurden 67 solcher Sommertage verzeichnet (2010: 47). Normal sind 42. Selbst der September steuerte noch zehn Sommertage bei - und damit sechs mehr als normal. Frosttage mit Temperaturen „unter null" gab es 2011 nur 63 (2010: 95). Überschritten wird der vieljährige Durchschnitt von 82 Frosttagen nur noch selten (seit 1990 dreimal: 1996, 2003 und 2010). Und Schneefall war in Frankfurt im Jahr 2011 nur an zehn Tagen ein Thema.
Klimageschichte schrieb auch der Herbst des vergangenen Jahres: Nie zuvor fiel von September bis November so wenig Niederschlag - nämlich so viel wie sonst in einem durchschnittlichen November. Und erst einmal brachte es der Herbst bisher auf mehr Sonnenstunden: 1959 waren 495 (2011: 459). Der Trend ist also wohl nicht mehr nur ‚gefühlt', sondern wird allmählich zur Tatsache - und das Wetter bleibt ein spannendes Thema.
Die jüngste Statistik präsentiert die Detailwerte für 2011 im Vergleich zu den vieljährigen Jahres- und Monatsmitteln in übersichtlichen Tabellen. Die Frankfurter Statistik Aktuell, Nr. 14/2012 „Das Wetter in Frankfurt am Main 2011: Sonnig, trocken und warm - dank Frühjahr und Herbst" kann unter http://www.frankfurt.de/
30.07.2012
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